Kein Zappeln unterm Tisch, keine auffällige Unruhe im Klassenzimmer, ADHS bei Erwachsenen sieht meistens ganz anders aus als das Bild, das die meisten Menschen im Kopf haben.
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ADHS wächst sich nicht einfach aus. Die äußere Hyperaktivität wird bei vielen Erwachsenen zu einer inneren Unruhe, während die Kernprobleme, Aufmerksamkeitssteuerung, Impulskontrolle und Selbstorganisation, oft ein Leben lang bestehen bleiben. Viele Betroffene haben jahrzehntelang gelernt, das zu kompensieren, was viel Kraft kostet.
Viele Betroffene entwickeln über Jahre Kompensationsstrategien: extrem detaillierte To-do-Listen, ständige Selbstdisziplin, Überstunden, um Rückstände aufzuholen. Nach außen wirkt das wie Erfolg oder zumindest wie Normalität. Was nicht sichtbar ist: der enorme Kraftaufwand, der dahintersteckt, und wie erschöpfend dieser Ausgleich auf Dauer ist.
Eine ADHS-Diagnostik im Erwachsenenalter läuft über Fachärzt:innen für Psychiatrie oder spezialisierte Psychotherapeut:innen. Sinnvoll ist es, vorher konkrete Alltagsbeispiele zu sammeln, am besten aus mehreren Lebensbereichen (Beruf, Beziehung, Alltag), statt nur ein diffuses Gefühl mitzubringen.