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Familie

Wenn du beim Kind erkennst, dass du selbst betroffen bist

Während der Abklärung deines Kindes fällt dir plötzlich auf: Vieles davon kennst du von dir selbst. Das passiert vielen Eltern, und es ist völlig normal.

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Die Kernbotschaft zuerst

Autismus und ADHS haben eine starke genetische Komponente. Es ist deshalb häufig, dass Eltern erst durch die Diagnose ihres Kindes eigene, bisher unerkannte Muster bei sich selbst wiedererkennen.

Woran das oft erkennbar wird

  • Vertraute Reizempfindlichkeit oder Overload-Momente aus der eigenen Kindheit
  • Das Gefühl, "schon immer anders" gewesen zu sein, ohne dafür je einen Namen gehabt zu haben
  • Eigene Strategien, die auffällig den empfohlenen Strategien für das Kind ähneln
  • Erleichterung und gleichzeitig Trauer über die eigene, nie erkannte Kindheit

Der Denkfehler, den viele machen

"Das ist doch nur, weil ich gestresst bin" übersieht oft ein tieferliegendes, lebenslanges Muster, das durch die Beschäftigung mit dem Kind erst sichtbar wird.

Wichtig zu wissen
Eine eigene Abklärung im Erwachsenenalter ist genauso möglich wie beim Kind, auch wenn sie oft aus Zeit- oder Kostengründen zurückgestellt wird.

Was jetzt hilft

  • Die eigene Vermutung ernst nehmen, statt sie als Einbildung abzutun
  • Sich informieren, ob eine eigene Abklärung infrage kommt
  • Mit dem Partner oder engen Vertrauten offen darüber sprechen
  • Nachsichtig mit dir selbst sein, gerade in der Doppelbelastung als betroffener Elternteil

Was du jetzt konkret tun kannst

Führe dir vor Augen, dass eine solche Erkenntnis kein Rückschlag ist, sondern oft der erste Schritt zu mehr Selbstverständnis und weniger Selbstvorwürfen im Alltag.

Dieser Artikel ersetzt keine Diagnostik.
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Nicht nur für dein Kind, auch für dich

Calma hilft nicht nur beim Verstehen deines Kindes, sondern häufig auch dabei, eigene Muster besser einzuordnen.

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Häufige Fragen

Ist das normal?
Ja, aufgrund der genetischen Komponente ist das bei Eltern neurodivergenter Kinder recht häufig.
Muss ich mich jetzt auch diagnostizieren lassen?
Nein, das ist eine persönliche Entscheidung. Manche Eltern profitieren von Klarheit, andere brauchen keine formale Diagnose.
Was, wenn mein Partner das nicht ernst nimmt?
Konkrete Beispiele und gemeinsame Informationsquellen helfen oft mehr als abstrakte Diskussionen.