Ein Satz, der bei anderen Kindern kaum auffällt, kann bei deinem Kind einen kompletten Zusammenbruch auslösen. Das ist keine Übertreibung. Das ist RSD.
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Rejection Sensitive Dysphoria (RSD) ist eine neurobiologisch bedingte Überempfindlichkeit auf wahrgenommene Kritik, Ablehnung oder das Gefühl zu versagen. Sie tritt besonders häufig bei ADHS auf. Die Reaktion ist keine Charakterschwäche, sondern eine echte, oft körperlich spürbare emotionale Überflutung.
Bei ADHS ist die Emotionsregulation im Gehirn oft weniger gebremst. Wahrgenommene Ablehnung wird nicht als kleines Ärgernis verarbeitet, sondern löst eine Reaktion aus, die sich für das Kind existenziell anfühlt. Das ist keine bewusste Übertreibung, sondern wie das Gehirn den Reiz tatsächlich verarbeitet.
Beobachte, ob starke emotionale Reaktionen vor allem nach Kritik oder vermeintlicher Ablehnung auftreten. Wenn ja, sprich das gezielt bei einer ADHS-Diagnostik oder Therapie an, RSD wird sonst leicht übersehen.
Calma erklärt, wie Emotionsregulation bei ADHS und Autismus wirklich funktioniert, und wie du in dem Moment richtig reagierst statt zu eskalieren.
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