Der leere Teller ist selten Sturheit. Meistens sucht dein Kind Sicherheit durch berechenbare Texturen, Geschmäcker und Konsistenzen.
Zuletzt aktualisiert:
Kinder, die nur wenige "sichere" Lebensmittel essen, suchen keine Aufmerksamkeit und sind nicht einfach wählerisch. Sie suchen Sicherheit durch Texturen, Geschmäcker und Konsistenzen, die berechenbar sind. Für viele autistische Kinder sind Gerüche, Konsistenzen und Temperaturen intensiver spürbar als für andere, ein Essenszwang verschlimmert die Situation in der Regel deutlich.
ARFID (Avoidant/Restrictive Food Intake Disorder) beschreibt eine vermeidend-restriktive Ess-Störung, bei der die eingeschränkte Ernährung zu gesundheitlichen Folgen führen kann, etwa Mangelernährung, Eisenmangel oder Entwicklungsverzögerungen. ARFID tritt bei autistischen Kindern überdurchschnittlich häufig auf und unterscheidet sich von klassischer Wahlerigkeit dadurch, dass echte gesundheitliche Konsequenzen entstehen können.
"Nur probieren" klingt harmlos, kann aus einem einzelnen Löffel aber eine Machtprobe machen. Essen koppelt sich dann an Stress statt an Sicherheit, und die Auswahl an akzeptierten Lebensmitteln wird durch den Druck oft noch kleiner statt größer.
Food Chaining bedeutet, ausgehend von bereits akzeptierten "sicheren" Lebensmitteln, langsam ähnliche neue Lebensmittel einzuführen, zum Beispiel eine andere Marke derselben Cracker-Sorte, dann eine leicht veränderte Form, dann eine neue, aber ähnliche Textur. Der Fortschritt ist bewusst klein und geduldig, nicht sprunghaft.
KindO hilft dir mitten am Esstisch, wenn der nächste Streit um das Essen droht und du eine schnelle, passende Einordnung brauchst.
KindO ansehen